Deutsche versionEnglish versionFrench version

Museo Aero Solar


Ein spannendes Projekt im Kunstsommer 2010

Ein riesiger Solarballon, eine begehbare Galerie aus Plastiktüten, eine schwebendes Museum, ein Hinweis auf die Verschmutzung der Umwelt – all das und noch viel mehr, aber vor allem ein generationsübergreifendes Projekt ist Museo Aero Solar.

Und das beste daran: Es kommt noch Arnsberg.

Nach Aufenthalten überall auf der Welt, zum Beispiel Italien, Frankreich, Kolumbien, Israel oder den Vereinigten Arabischen Emiraten, macht das Projekt nun auch im Rahmen des 14. Kunstsommers Station in Arnsberg.

Die Idee dahinter ist so einfach wie genial: Aus unendlich vielen Plastiktüten werden großen Bahnen zusammengeklebt, die später zu einem Solarballon zusammengefügt werden. Dieser Ballon aus Plastiktüten aus aller Welt wird zur bunten Galerie. Diese Galerie ist dann ca. 1 Stunde vor dem Abhaben des Ballons, also am frühen Morgen während des Sonnenaufgangs, betretbar.

Vom 23. bis zum 29. August 2010 ...

Das Projekt Museo Aero Solar will auf die immer größere Verschmutzung der Erde durch Plastikmüll aufmerksam machen. Ein aktuelles Thema, das uns alle betrifft, egal ob jung oder alt. Und jung und alt sind es auch, die Museo Aero Solar sein ganz spezielles Gesicht verleihen.

Mitmachen kann jeder, denn mehr als ein paar saubere Plastiktüten, Schere und Klebeband braucht es nicht, um beim Projekt mitzumachen. Die Bastelanleitung siehe weiter unten oder auch im Stadtbüro Arnsberg, wo es ein Starterpaket für 3€ gibt, inklusive Bastelanleitung, Klebeband und einem Teil des Museo Aero Solar, an dem weiterangeklebt werden kann. Ebenso gibt es extrabreites Klebeband im Stadtbüro für 2€ pro Rolle zu kaufen.

Wer gerne am Projekt teilnehmen möchte, kann dies privat oder auch mit anderen, vom 23.08 bis zum 28.08.2010 besteht außerdem die Chance, dies gemeinsam mit den Künstler zu tun.

Videoausschnitt

Videos: Melden Sie sich an

Die folgenden Videos informieren über das Projekt und geben einen Einblick, wie der Solar-Ballon aussehen könnte. Schauen Sie und melden Sie sich an bei Kathrin Ueberholz, Tel. 02931 893-1327

>>> zu den Videos

Info und Flugplan

Der riesiger Ballon aus Plastiktüten wandert um die Welt und jede Stadt fügt weitere gebastelte Plastikbahnen an – so dass dieser fliegende Solarballon zu einem immer größer und immer internationaler werdenden bunten Museum wird.

Was soll das? Museo Aero Solar ist eine unglaubliche, beeindruckende Aktion. Sie weißt auf die Verschmutzung unserer Welt durch Plastikmüll hin. In Ozeanen bewegen sich Plastikströme, wel-che die Größe von Texas erreichen, auf Mittelmeerinseln stoßen wir auf Zonen, die durch Wind-verwehungen mit Kunststoffstückchen übersät werden und gegen die selbst die beste Putzkolonne machtlos ist.

Museo Aereo Solar markiert damit eine Schnittstelle zwischen Kunst, einem gesellschaftlichen Thema und (hoffentlich) Ihnen - den aktiven, nämlich bastelnden und sammelnden Mitwirkenden.

Was ist zu tun? Schon vor dem Kunstsommer müssen also Plastiktüten gesammelt und von Grup-pen, Vereinen, Einrichtungen, Schulen ... und Einzelpersonen zu Stücken zusammengefügt werden. Wenn alles gut geht, wird eine begehbare "Kathedrale" aus Plastik entstehen und sich durch Sonnenkraft zu - allerdings unchristlicher Zeit - am Samstag, dem 28. August ca. 07:00 Uhr (ja, richtig gelesen: morgens) ein wenig in die Luft erheben.

Werkeln Sie mit! Animieren Sie Kinder, Mitarbeiter, Freunde, Gruppen, Klienten ab sofort zum Mitmachen! Es gibt einen straffen (Flug-)Zeitplan, um das künstlerische Wunder entstehen zu lassen. Sie können sofort beginnen, indem Sie saubere Plastiktüten sammeln und nach dem beigefügten Schnittmuster bearbeiten.

Und das ist der Flug- bzw. Zeitplan von Museo Aero Solar vom 23. Bis zum 28. August 2010:

Montag, 23.08.2010
Abgabe der gefertigten Plastikbahnen von 10 bis 20 Uhr und gemeinsames Bastesln (bitte Plastiktüten und Scheren mitbringen) im ehemaligen Ladenlokal Bußmeyer, Steinweg 13.

Ab Dienstag, 24.08.2010 abends
ist die internationale Künstlergruppe durch 4 Personen in Arnsberg vertreten und arbeitet vor Ort (Turnhalle des Gymnasiums Laurentianum, im Ladenlokal Bußmeyer Steinweg 13 und auf dem Neumarkt).

Freitag, 27.08.2010
von 14 bis 22 Uhr findet noch einmal ein gemeinsames, unterhaltsames Basteln im ehemaligen Ladenlokal Bußmeyer, Steinweg 13 statt.

Samstag, 28.08.2010 ab 07:00 Uhr (zum Sonnenaufgang)
findet das große Ereignis auf dem Neumarkt statt: Der Solarballon erhitzt sich im Sonnenaufgang und beginnt über den Neumarkt zu schweben. Ein unvergeßliches Erlebnis nicht nur für Frühaufsteher!

Mitmachen: Bitte melden Sie Ihre Schulklasse, Ihren Verein, Ihre Gruppe bei Kathrin Ueberholz an unter: k.ueberholz@arnsberg.de oder telefonisch unter: 02931 893-1327.

Wir freuen uns auf Ihr aktives Mitwirken und Mitgestalten des Kunstsommers 2010!

Weitere Informationen, sowie Bilder und Videos, gibt es online auf der Seite des Museo Aero Solar: www.museoaerosolar.org

Oder bald auch hier, mit Fotos und Blogeinträgen live und aktuell vom 14. Kunstsommer Arnsberg.

Hintergrund

1.000.000.000.000
Einweg-Plastiktüten verbrauchen Konsumenten Jahr für Jahr weltweit. Für deren Produktion werden rund vier Prozent des jährlich konsumierten Öls verwendet. Förderung des Rohöls, Produktion und Transport der Tüten setzen insgesamt rund 60 Millionen Tonnen CO2-Emmissionen frei.
Endstation vieler Plastiktüten sind oft die sieben Weltmeere: Studien gehen davon aus, dass auf jeden Quadratkilometer Meeresoberfläche rund 13.000 bis 18.000 Teile kleinen Plastikmülls kommen (bei einem Gewicht von rund 13 bis 15 Milligramm je Teilchen). Besonders hoch konzentriert ist der Plastikmüll im so genannten "Great Pacific Garbage Patch". Hier schwimmen über 300.000 Plastikteilchen je km². Diese Mengen an Plastik beeinträchtigen Flora und Fauna der Meere. In der "Plastiksuppe" des Great Pacific Garbage Patch übersteigt die Masse des Plastiks die des Planktons um das Sechsfache. Durch das Fressen von Plastikteilchen sterben jährlich bis zu einer Milliarde Meerestiere. In der Küstenregion bei Plymouth (UK) bestehen mehr als 10 Prozent des Strandes aus kleinen Plastikpartikeln.

In vielen Ländern werden daher Maßnahmen ergriffen, den Verbrauch von Plastiktüten einzudämmen. In China, Australien und Bangladesch ist die Abgabe von Einwegtüten verboten. Irland hat mit einer Steuer auf Plastiktüten den Verbrauch um gut 90 Prozent reduziert. Neben dem Staat, der Verbote verhängt oder Steuern erhebt, sind aber auch die Konsumenten gefordert, z.B. durch die Wiederverwendung von Tüten die Plastikproduktion zu reduzieren.

Quelle: Denkwerk Zukunft - Stiftung kulturelle Erneuerung, Newsletter Nr.8, 2010.